Challenge für ALLE Pilger

Sendet Liebe und ihr werdet sie empfangen

Ich fand diesen liebevollen und schönen Beitrag in einer Pilgergruppe bei Facebook. Daraufhin fragte ich die Autorin ob ich ihren Text in meinem Blog veröffentlichen darf. Sie fühlte sich geschmeichelt und erlaubte es mir. Hier ist er nun…

Jeder von uns geht den Jakobsweg aus einem anderen Grund und für ein anderes Ziel, ich freue mich mit JEDEM der ihn geht – mit JEDEM!

Ich freue mich …

    • …mit denjenigen die nur einen Teil des Weges gehen können, denn niemand weiß wie schwierig es für sie möglicherweise war sich wenigstens diesen kleinen Wunsch zu erfüllen
    • …über Senioren oder Andere in Bussen die nur ein paar Kilometer dieses Gefühl haben möchten, denn wir wissen nicht wie lange sie davon geträumt haben und jetzt dürfen sie hier sein und ein wenig den Zauber spüren, was ansonsten nicht möglich gewesen wäre
    • …über Menschentrauben die in Richtung Stadt laufen, denn alle haben voller Vorfreude das selbe Ziel
    • …über diejenigen die Fotos und Videos posten, denn so habe ich auch etwas davon und wer weiß vlt. Haben sie ansonsten nicht so schöne Momente um sie zu teilen und genau so freue ich mich für diejenigen die auf ihr Handy verzichten um vlt. Einmal allem zu entfliehen
    • …über weinende Menschen am Wegesrand, denen vlt. Gerade eine große Last von den Schultern fällt oder gerade ein Stück der Seele geheilt wird oder die vlt. Von jemand fremden einfach so umarmt werden und wer weiß wie lange sie auch dieses Gefühl nicht mehr hatten
    • …über singende Gruppen bei denen ich die Gemeinschaft spüre einen Zusammenhalt und die PURE Freude
    • …mit denen die das große Glück haben, tagelang wirklich alleine laufen zu können und zu dürfen um all diese Eindrücke zu verinnerlichen um mit sich selbst ins Reine zu kommen
    • …über Gelächter am Frühstückstisch, wenn der Tag für diejenigen schön beginnt
    • …über Geschnarche im Schlafsaal denn derjenige hatte eventuell einen anstrengenden Tag und kann sein schnarchen nicht beeinflussen
    • …über volle Jugendherbergen und Hostals, denn das bedeutet, dass die Menschen die dort arbeiten ihr verdientes Einkommen erhalten das meistens auch über den Winter reichen muss
    • …auch über jede nicht so schöne Begegnung, denn damit will mich das Leben etwas lehren und ich kann aus Allem etwas lernen selbst wenn es nur die Erkenntnis ist, dass ich gewisse Dinge nicht so machen würde
    • …sogar über diejenigen die Intoleranter sind als Andere, denn der Weg wird es ihnen beibringen früher oder später…

Vergesst eines nicht wir sind alle verschieden, haben alle andere Dinge erlebt, haben andere Grenzen andere Interessen und doch sind wir im Herzen alle gleich. Jeder geht den Weg nur für sich und das bedeutet nicht zwangsweise ihn alleine zu gehen… Ich bin davon überzeugt das der Camino jedem das gibt oder vorzeigt was er gerade braucht auch wenn es nicht immer nur schön ist.

Für alle die den Satz lieben: „Jesus didn’t start in Sarria“ möchte ich eines sagen: Jesus würde aber auch niemanden dafür verurteilen sondern ihn trotzdem unterstützen.
Darum seid tolerant, mitfühlend, liebevoll und vergesst nicht, es gibt immer zwei Seiten und meist kennt ihr nicht deren Geschichten und Leben. In diesem Sinne wünsche ich Allen da draussen egal wo, egal wie, egal wann, ob groß, klein, dick, dünn mit viel Gepäck oder ohne…

Buen Camino

Dieser Text ist im Original verfasst von Sabrina Adlassnigg, ich habe ihn lediglich in Blogform gebracht. Danke Sabrina!

Kategorie: Jakobsweg ·Via Baltica
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